Sonntag, 30. Dezember 2007

Bejing - eine Stadt im Aufbruch

Wir erreichten Bejing am späten Nachmittag und liessen uns zuerst in unser Hostel am Tianamen Platz bringen. Zentraler geht es nicht: mitten in down town in einem Hutong südlich der Verbotenen Stadt mit einer Underground Station und dem ganzen chinesischen Alltagsleben drum herum.








Gleich nach der Vereinnahmung unseres Zimmers tauchten wir in die Stadt ein. Vor allem unser Kneipenbummel an den drei Seen hinter der Verbotenen Stadt war amüsant. Hier hat sich das strylische Nachtleben etabliert und eine kleine Kneipe nach der anderen entstanden, alle mit unterschiedlichster Livemusik. Zuerst gingen wir essen und dann in eine Kneipe mit guter Rockmusik, nachdem eine ganz kleine schon besetzt war. Hier trifft sich die chinesische Jugend. Der alte Distrikt im Diplomatenviertel ist wohl out. Man kann sich auch mit der Rikscha von Kneipe zu Kneipe fahren lassen. Unseren Nachhauseweg traten wir wieder per Taxi an, sagten unser Hostel am Tianamenplatz, worauf uns der Gute weit in den Norden Pekings fuhr und irgendwann anhielt uns meinte, wir seien da. Er kann das Gesicht nicht verlieren und fährt halt irgendwo hin. Worauf er wieder zurück musste und unser Hotel auch gleich fand. Allerdings waren wir nicht bereit mehr zu bezahlen als sonst.



Am nächsten Tag stand der Sommerpalast auf dem Programm, den ich damals bei unserer Chinareise nicht gesehen habe. Alexandra wusste natürlich bestens Bescheid nach ihren Fremdenfuehrungsaktivitaeten. Allerdings fanden wir den Bus nicht gleich, der dorthin fuhr und jeder schickte uns woanders hin (s.o.) Also das wird noch ein Problem werden bei den Olympischen Spielen......









Nichtsdestotrotz landeten wir beim Sommerpalast. Grandios! Schon allein der Vorpalast, rein zum Amusement, war interessant mit seinen kleinen Geschäften. Zuerst begegnete ich der KAISERIN VON CHINA und dann assen wir gleich nebenan chinesischen Reis und frisch gestärkt bekam ich dann auch noch gleich chinesischen Floetenunterricht.

Über Tempelanlagen stiegen wir den Berg hoch und kamen an der weit sichtbaren Pagode an. Es ist eine riesige Anlage und viele überdachte Wandelgänge und Treppchen bis hinunter an den See mit dem berühmten Marmorschiff. Am See entlang geht ein bemalter Holzkorridor.







Alexandra wollte gern einmal um den See laufen über viele bemalte Brücken, was sie bisher noch nicht gemacht hatte. Das wurde dann aber ein längerer Walk mit atemberaubendem Sonnenuntergang hinter der Insel. da ich nicht auf einen solchen Marsch eingerichtet war, wurde auf halber Strecke ein Schuhtausch gemacht, dass ich auch mal in den Genuss von ausgelatschten Turnschuhen kam.






Wir freuten uns schon auf eine relaxte Busfahrt in die Innenstadt, woraus aber nichts wurde, weil der Bus schon voll war als wir einstiegen und das ganze ziemlich anstrengend wurde. Zudem bestand unsere Abendbeschäftigung aus Doping in unserem Hutong: vom Schuhladen zu North Face Jacke etc. Ich kann euch sagen,wir sind ja nicht zum Relaxen hier!



Und für den Höhepunkt des Abends haben wir uns ein absolut einzigartiges Pekingenten-Restaurant ausgeguckt. Das war ein Erlebnis - mit Einführung wie man Pekingente richtig isst. Der Koch kam mit dem Vieh und hat das in delikate Stückchen tranchiert, die man mit Ingwer und Garlicsauce in Fladenpäckchen packen musste. Deshalb bestellt man noch ein anderes Gericht dazu. Es war einfach ein neues Erlebnis und wir genossen es.



Anschließend haben wir uns zur Partymeile in die Diplomatic Area fahren lassen. Hier gibt es moderne hippe Bars, aber lange nicht mit dem Flair von gestern Abend. Deshalb haben wir einen Spaziergang gemacht und uns dann heimfahren lassen zum Grossen Platz.


Der letzte Tag war gekommen und wir hatten uns noch einiges vorgenommen. Unsere erste Station war das Fake-Kaufhaus, wo es alles auf 6 Stockwerken gab: von IT bis T-Shirt, von Schuhen bis Rucksäcken und wo man natürlich viel Zeit braucht. Für einen Break eignen sich die diversen Restaurants und als dann klar war, dass wir für heute nicht mehr viel unternehmen können, haben wir uns entschieden, das den Beautysalon aufzusuchen und uns ein Treatment zu gönnen: Alexandra entschied sich für eine Fussmassage und ich liess meine Nägel schön machen. Das war echt genial. So konnten wir noch unsere letzten Einkaufe im Hutong machen, alles zusammenpacken und dann gab's einen letzten Drink im Courtyard unseres Hotels bei chilliger Musik bis uns das Taxi abholte, Alexandra am Bahnhof absetzte und mich zum Flughafen brachte, der ziemlich außerhalb liegt. Bejing hat sich echt entwickelt und scheint mir offener, obwohl ich es nicht gut heißen kann, alte Hutongs abzureißen und als Villen für Betuchte neu aufzubauen. Und: mit Englisch sieht man immer noch alt aus, weil kein Taxifahrer Englisch konnte.












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