Sonntag, 2. März 2008

Winterreise durch China - Back to Beijing



Beijing 08-02-2008

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Heute schliefen wir mal aus und genossen das Frühstück mit neuer Kaffeemaschine. Es hat von vor 3 Wochen von 35 auf 50 Yuen aufgeschlagen. Olympia lässt grüssen!
Dann mussten wir zuerst zum Bahnhof, um Tickets für Alex und Mang von Peking nach Jinan zu kaufen – die hatte sie in der Aufregung gestern vergessen,
Dies war aber nur möglich, nachdem wir den Pekinger Neujahrsmarkt passiert hatten, wozu extra die Hauptstrasse gesperrt wurde, dass so viele Chinesen laufen konnten. Und dies war nur für dieses Viertel: Jahrmarkt mit vielen spiesschen und sonstigen Leckereinen.
Unser zweiter Programmpunkt war heute noch „Yashou“, wo wir noch einiges „einhandelten“, allen voran Alexandra, unsere „härteste“ Händlerin. Und weil alles ja so anstrengend ist, gab es zuerst noch ein lunch und anschließend eine Nacken-Kopf-Massage – und dem nicht genug: zum Abschluss ließen wir uns noch zum Silk City chauffieren, das noch groesser ist als Yashou und ein Angebot vom Teppich bis zum Anhänger hat. Das alles haben wir aber weitgehend überflogen – reichte unsere Energie einfach nicht mehr für weiteres Shopping.





Reinhold wollte unbedingt noch einmal Koreanisch Ente essen gehen, während Alexandra lieber italienisch gegessen hätte. So grillten wir koreanisch Lamm, aßen Sushi und genossen knackige Zuckerschoten.
Um die Ecke ging’s zum Packen, Alexandras Weg führte unbedingt noch in den Internet-Shop, wo sie bei unserer letzten Reise alle Bilder gebrannt hatte. Es war eine ganz andere Besatzung da und auch kein Kartenlesegerät vorhanden. Reinhold und ich gingen packen bis Alexandra total aufgelöst kam, der Chinese hätte alle Bilder gelöscht – auch auf der Kamera!
Sie bekam einen Heulkrampf und war am Boden zerstört: schon wieder hatte sie Bilder verloren (Südafrika z.B.), nur jetzt ohne irgendeinen Grund. Sie war nicht zu beruhigen und klar hatte Reinhold oft fotografiert, weil er die bessere Kamera hat, besseren Nachtmodus oder auch anderes Interesse (Züge). Sie heulte nur noch und war nicht zu beruhigen. Wir schafften es gerade noch ihren Rucksack zu packen, dann mussten wir zum Bahnhof fahren, um den letzten Shuttle zum Flughafen zu erreichen. Sie saß noch mit im Bus bis wir losfuhren.
Es war ein trauriger abschied. Alles hatte so gut geklappt und jetzt mussten wir ein heulendes Kind zurück lassen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und ich konnte auch noch gar nicht glauben, dass die Bilder alle weg sind.
Alexandra schrieb uns dann gleich noch vom Zug nach Nangxing . Es war so ein traumhafter, spannender Urlaub mit so vielen Facetten und Erlebnissen. Vielleicht können die Bilder doch noch hergestellt werden. Die Impressionen und Erinnerungen kann und jedenfalls niemand nehmen.


Ni hou – tsai tsien

Nachtrag: Florian schickte einen Tipp von SRD und Reinhold konnte mit einem Programm die Bilder wieder herstellen – 10% waren kaputt und selbst einige Videos waren reparabel. Beim Anschauen war uns dann klar, welchen Verlust es gewesen wäre, vor allem die Bilder von Tibet und den Menschen verloren zu haben.
Alexandra hatte ihre gekauften Glückszeichen für das neue Jahr wohl in der Lobby in Beijing liegen gelassen – aber vielleicht waren sie die Glücksbringer für die Bilder.



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